Tarife haben oft eine Mindestvertragslaufzeit und eine erhebliche Anzahl von Kunden sind in der Regel Tarife abonniert, die Neukunden nicht mehr angeboten werden. Tabelle 5 zeigt die Ergebnisse für die Nieder-, Mittelkorb- und Hochkörbe in Österreich. In den Spalten 1, 3 und 5 werden die Ergebnisse für die Basisspezifikation dargestellt und in den Spalten 2, 4 und 6 der länderspezifische spezifische Trend enthalten. Im Unteren Korb schlägt der gemeinsame Trendtest fehl. Mobiles Internet befand sich im Berichtszeitraum in einem frühen Entwicklungsstadium, und daher ist die Netzabdeckung und netzleistung für mobile Daten nicht besonders relevant. Die Mobilfunkabdeckung für Sprach- und SMS-Dienste wäre eine wichtige Messgröße für die Studie gewesen. Die Netzabdeckung für Sprach- und SMS war jedoch für alle in Betracht gezogenen Betreiber im Allgemeinen hoch, und es gab im Zeitraum des untersuchten Zeitraums keine signifikanten Unterschiede. Schließlich sind sowohl die mit MTR verbundenen Koeffizienten als auch das BIP immer positiv, was (wie erwartet) auf ein positives Verhältnis zwischen den Mobilfunkpreisen und jeder dieser Maßnahmen hindeutet, die Auswirkungen sind jedoch statistisch nicht signifikant. Fusionen sind ein äußerst häufiges Phänomen in Marktwirtschaften. So wurden seit dem Jahr 2000 mehr als 5000 Fälle bei der Europäischen Kommission (EG) und viele weitere bei den nationalen Wettbewerbsbehörden angemeldet.

Wenn die fusionierenden Parteien eine bestimmte Umsatzschwelle erreichen, müssen sie ihren Zusammenschluss anmelden (entweder bei den nationalen Behörden oder bei der EG). In einem typischen EG-Fusionsfall prüft die EG nach der Anmeldung, ob der Zusammenschluss den Wettbewerb zum Nachteil der Verbraucher erheblich beeinträchtigen würde. Die Untersuchung der Auswirkungen auf den Zusammenschluss durch die EG gliedert sich in zwei Phasen, eine Voruntersuchung (Phase 1) und eine eingehende Untersuchung (Phase 2), die folgen könnte. In Phase 1 werden die meisten Zusammenschlüsse entweder bedingungslos oder mit Abhilfemaßnahmen genehmigt. Fusionen, die Bedenken aufwerfen, werden in Phase 2 weiter untersucht. In dieser Phase kann die Verschmelzung bedingungslos genehmigt, mit Abhilfemaßnahmen genehmigt oder untersagt werden. Von den mehr als 5000 EG-Fusionsfällen, die zwischen 2000 und 2016 angemeldet wurden, erreichten nur etwa 170 Phase 2 des Verfahrens. In seiner einfachsten Anwendung beruht der DiD-Ansatz auf der Annahme, dass die in der Kontrollgruppe beobachtete Preisänderung im Laufe der Zeit die Preisänderung annähert, die in Österreich und den Niederlanden (behandelte Länder) ohne die jeweiligen Zusammenschlüsse eingetreten wäre. Die zugrunde liegende Begründung dieses Ansatzes ist, dass unbeobachtete Effekte wie technologische Entwicklungen ähnliche Auswirkungen sowohl auf die Kontrollgruppe als auch auf die Behandlungsgruppe haben. Der DiD-Ansatz kann daher angewandt werden, wenn die Kontrollgruppe zwei Anforderungen erfüllt: erstens wird er von ähnlichen unbeobachteten Faktoren wie dem behandelten Land („gemeinsame Trends“) und zweitens nicht von der untersuchten Fusion betroffen („keine Spillover-Effekte“). Die Annahme, dass sich die unterschiedlichen Trends in den Zeiten nach der Intervention fortsetzen werden, ist jedoch möglicherweise nicht angemessen, da sich die Trends auf lange Sicht häufig annähern. In diesem Fall kann die Zulassung (linearer) länderspezifischer Trends sogar zu voreingenommeneren Schätzungen führen als der Standard-DiD-Schätzer (siehe O`Neill et al.

2016). Die Prüfung der gemeinsamen Trendhypothese und die Einbeziehung länderspezifischer Trends ist auch empfindlich auf die Anzahl der Vorbehandlungszeiträume, wobei sich die Ergebnisse in der Anzahl der Vorbehandlungszeiträume verbessern.